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Rabbiner William Wolff

William Wolff wurde 1927 mit einem Zwillingsbruder in Berlin geboren. 1933 musste er mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten fliehen. Erst lebte er mit seinen Eltern, einer Schwester und seinem Zwillingsbruder in Amsterdam bis sie nach sechs Jahren nach London gingen.

Bereits im Alter von fünf Jahren träumte William Wolff davon Rabbiner zu werden. Dieser Traum sollte sich allerdings erst viel später in seinem Leben erfüllen. Er studierte Nationalökonomie und begann eine Karriere als Journalist in England. 1943 absolvierte er bei der Nachrichtenagentur Reuters eine Ausbildung als Stenotypist für Deutsch, Englisch und Französisch und wurde nach einigen Zwischenstationen Ressortleiter beim Daily Mirror.

Als er über 50 Jahre alt war begann er schließlich die Ausbildung zum Rabbiner am Leo Baeck College in London wo er 1984 die Semicha empfing. Er wirkte unter anderem als Rabbiner in Wimbledon, Brighton, Milton Keynes und gemeinsam mit Rabbiner Hugo Gryn an der West London Synagoge.

Mit 75 Jahren folgte er schließlich dem Werben des Zentralrats der Juden in Deutschland und übernahm 2002 das seit 65 Jahren verwaiste Amt des Landesrabbiners in Mecklenburg-Vorpommern. Dort betreute er drei Gemeinden in Schwerin, Rostock und Wismar deren Mitglieder zum größten Teil aus der ehemaligen Sowjetunion stammen, weshalb er sich entschloss Russischunterricht zu nehmen.

William Wolff wurde 2005 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Allgemeinen Rabbiner Konferenz gewählt, 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz erster Klasse und er wurde 2014 zum Ehrenbürger von Schwerin ernannt.

Seit 2015 ist Rabbiner William Wolff Ehrenpräsident der Yashar Stiftung.

 

Hier finden Sie den Film-Trailer zu „Rabbi Wolff – ein Gentleman vor dem Herrn“:

„Immer schneller rasen wir heute zueinander. Frühstücken können wir in Berlin, Abendessen in Baltimore oder Buenos Aries. Verstehen tuen wir uns trotzdem nicht besser. Dazu benötigen wir nicht nur Flüge und Termine. Wichtiger noch sind Herz und Seele. Dieses Verständnis zu schaffen ist das Ziel der Yashar Stiftung. Die Idee der Stiftung fing an mit der dringenden Notwendigkeit, dass Verständnis zwischen jungen Deutschen und Israelis zu fördern. Jetzt ist ihre Arbeit offen für Menschen an vielen Orten der Welt, die an gegenseitigem Verständnis und einem Austausch mit Israel interessiert sind. Denn Verständnis ist der Grundstein des Friedens. Dieser kennt auch keine Grenzen.“

YASHAR, ישר

ist hebräisch und bedeutet
»aufrecht, ­geradlinig, ­offen, direkt und ehrlich«.
Dafür setzen wir uns ein.

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